Die qualifizierte Kopfgelenktherapie beinhaltet:
- Diagnose durch Tastung: Feinfühlige Erfassung der korrespondierenden Stellungen der oberen Halswirbel (Atlas und Axis), des Kiefergelenks und der umgebenden Muskulatur.
- Diagnose der Bewegungswinkel des Kopfes mittels Neutral-Null-Methode: Es werden alle Bewegungsebenen des Kopfes vor und nach Kopfgelenktherapie erfasst .
- Sanfte, schmerzfreie Zentrierung der Kopfgelenke: Damit unterscheidet sich die Kopfgelenktherapie von allen übrigen Manipulationen an den Kopfgelenken.
- Umstimmungsmassage nach Picard: Damit wird im Anschluss an die Zentrierung die Symmetrisierung der Muskulatur eingeleitet sowie Durchblutung und Lymphfluss der Nacken-, Schulter- und rückwärtigen Brustwirbelsäulen-Muskulatur wirksam angeregt.
Entdeckung der Kopfgelenkasymmetrie
Die Kopfgelenkasymmetrie wurde von Robert Emmanuel Picard, Diplom-Psychologe, in Zusammenarbeit mit Dr. Gabriele Hauenstein, Fachärztin für Allgemeinmedizin, in anatomischer und klinischer Hinsicht nachgewiesen.
Indikationen für die Kopfgelenktherapie
Das Indikationsspektrum dieser Maßnahme ist sehr breitgefächert: Entwicklungsstörungen vom frühkindlichen bis zum Erwachsenenalter können erfolgreich therapiert werden. Mögliche Indikationen für die Kopfgelenktherapie sind zunächst orthopädischer Natur und betreffen das Achsenskelett:
· HWS-BWS-LWS-Beschwerden
Skoliose
· rezidivierende Blockierungen (WS, ISG)
· statisch bedingte Gelenkbeschwerden (Hüfte/Knie)
· rezidivierender Schiefhals
· Kopfschmerz vom Spannungstyp
· Kieferschmerzen / Craniomandibuläre Dysfunktion
Dann gibt es auch weitergehend mit der Kopfgelenkasymmetrie verbundene Folgen von Durchblutungsstörungen am craniozervikalen Übergang:
· Migräne
· vertebragener Schwindel
· Clusterkopfschmerz / Paroxysmale Hemicranie
Die in der Unfallhistorie begründeten Beschwerden äußern sich in einer Zerrung und Dehnung des Hinteren Diagstricusbauches und einer charakteristischen Verdrehung des Kopfgelenks:
· akutes Schleudertrauma bzw. Beschleunigungsverletzung
· Schleudertrauma-Krankheit (WAD, whiplash associated disorder)
· Schließlich gibt es therapierbare Störungen, die eng mit der supra- und infrahyoidalen Muskulatur zusammenhängen:
· Schluck- u. Stimmstörungen
· Globusgefühl
· Tubenventilationsstörungen
Nicht zuletzt gehen wir davon aus, dass kindliche Entwicklungsstörungen eng mit der Kopfgelenkasymmetrie vergesellschaftet sind:
· Frühe Symmetriestörung des Achsenskeletts
· Aufmerksamkeits-Defizit-Störung
· Juvenile Skoliose
· asthmatische Diathese
· plötzlicher Kindstod